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RENATE IN KENIA

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Nach der Pensionierung entschied sich Renate bewusst gegen eine Pause. Ihr Freiwilligeneinsatz mit Voyage-Partage führte sie nach Kenia – zurück in den Schulalltag, aber in einer Realität, die sie herausforderte und neu ausrichtete.


Fotorecht: St. Aloysius Gonzaga Secondary School


Zurück ins Klassenzimmer

Renate arbeitete in Nairobi an einer Sekundarschule, die Jugendliche aus dem angrenzenden Slum Kibera auf ihrem Bildungsweg begleitet. Als ehemalige Lehrperson war ihr der Schulalltag vertraut – und doch war hier alles anders.


Die Jugendlichen trugen Geschichten von Armut, Krankheit und Verlust in sich. Lernen war für sie keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg, das verteidigt werden musste.


Lernen unter Druck

Renate unterstützte den Unterricht als Klassenassistenz. Sprachlich war sie gefordert, kulturell ebenso. Oft merkte sie, dass nicht der Stoff das grösste Hindernis war, sondern die Lebensumstände der Jugendlichen.


Sie lernte, Geduld neu zu buchstabieren. Fortschritte zeigten sich nicht immer in Noten, sondern in kleinen Momenten von Vertrauen.


Fotorecht: St. Aloysius Gonzaga Secondary School


Beziehung als Schlüssel

Besonders prägend waren für Renate die Gespräche ausserhalb des Unterrichts. Jugendliche, die Fragen stellten – nach Zukunft, Identität und Verantwortung. Renate musste nicht mehr erklären, sondern zuhören.


Sie erlebte, dass ihre Rolle sich verschoben hatte: weg von der Wissensvermittlerin hin zur Begleiterin.


Was in ihr gewachsen ist

Der Freiwilligeneinsatz bestätigte Renate darin, dass Bildung immer Beziehung braucht – unabhängig vom Alter der Lehrperson. Sie kehrte nicht mit dem Gefühl zurück, gebraucht worden zu sein, sondern mit Dankbarkeit für das, was sie lernen durfte.


Der Einsatz zeigte ihr, dass Weitergeben kein Ende kennt – und dass Sinn manchmal dort entsteht, wo man sich nochmals neu zur Verfügung stellt.


Fotorecht: St. Aloysius Gonzaga Secondary School

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