ANNA IN RUMÄNIEN
- Madlen Portmann
- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 6 Tagen
Anna reiste mit dem Zug nach Rumänien – und fand sich in einem Kinderheim wieder, in dem eine fremde Sprache, viel Nähe und Durchhalten ihren Alltag bestimmten. Ihr Freiwilligeneinsatz mit Voyage-Partage wurde zu einer Schule der Reifung und Selbstständigkeit.

Fotorecht: Voyage-Partage
Ankommen ohne Sprache
Annas Einsatzplatz war ein Kinderheim mit 30 Kindern und Jugendlichen, gegründet von einem Franziskanerpater. Anna begann ihren Einsatz im ungarischsprachigen Teil von Rumänien ohne Ungarischkenntnisse. Kommunikation lief anfangs über Gesten, Übersetzungs-Apps und viel Improvisation. Diese Sprachlosigkeit war herausfordernd – und zwang sie, genau hinzusehen.
Der Alltag im Kinderheim war dicht: Haushalt, Betreuung, Hausaufgaben, Kochen. Anna musste schnell Verantwortung übernehmen, ohne alles zu verstehen.
Lernen im Alltag
Mit der Zeit wuchs Anna in ihre Aufgaben hinein. Sie half beim Lernen, im Haushalt und in der Betreuung der Kinder. Besonders während der Corona-Zeit war Nähe gefragt – und Durchhaltevermögen.
Die Tage waren lang, Rückzugsmöglichkeiten begrenzt. Anna lernte, ihre Energie einzuteilen und trotzdem präsent zu bleiben.
Alleine bleiben
Als Unterstützungspersonen zeitweise abreisen mussten, blieb Anna oft alleine mit den Kindern und einer Mitarbeiterin. Diese Phase verlangte Mut und Selbstvertrauen.
Sie merkte, dass sie mehr tragen konnte, als sie sich zugetraut hatte.

Fotorecht: Voyage-Partage
Was in ihr gewachsen ist
Der Freiwilligeneinsatz machte Anna selbstständiger, unabhängiger und offener. Sie lernte, Verantwortung Schritt für Schritt zu übernehmen – auch ohne Sicherheit.
Anna kehrte mit dem Wissen zurück, dass Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wächst, wenn man bleibt.



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