LUBICA IN PERU
- Madlen Portmann
- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Lubicas Freiwilligeneinsatz mit Voyage-Partage führte sie in ein Kinderheim im Norden Perus. Dort legte sie ihre berufliche Rolle bewusst ab – und begegnete Kindern, Alltag und sich selbst auf eine neue, ungeplante Weise.

Fotorecht: Voyage-Partage
Ankommen ohne Plan
Als Lubica im Kinderheim ankam, wusste sie zunächst nicht, wo ihr Platz sein würde. Sie entschied sich bewusst dagegen, in einem spezifischen Projekt in ihrem Beruf als Physiotherapeutin mitzuwirken. Stattdessen wollte sie ankommen, beobachten und verstehen.
Der Alltag im Heim war geprägt von festen Strukturen und gleichzeitig von Unvorhersehbarkeiten. Babys weinten, ältere Mädchen suchten Nähe oder zogen sich zurück. Lubica merkte schnell: Dieser Ort verlangte von ihr keine Expertise, sondern Verfügbarkeit.
Alltag mit den Mädchen
Lubica verbrachte ihre Tage mit Spielen, Hausaufgaben begleiten, spazieren gehen und einfach Zeit teilen. Oft waren es kleine Gesten – ein Zuhören, ein Dableiben –, die Beziehung entstehen liessen.
Manche Geschichten der Mädchen waren schwer auszuhalten. Lubica musste lernen, diese nicht mitnehmen zu wollen, sondern ihnen Raum zu geben, ohne sie zu bewerten.
Nähe und Grenzen
Besonders herausfordernd war für Lubica die Nähe zu sehr kleinen Kindern. Bindung entstand schnell, Abschiede ebenfalls. Sie lernte, dass Nähe nicht bedeutet, festzuhalten – sondern präsent zu sein, solange es möglich ist.
Diese Erfahrung verlangte von ihr eine neue Form von innerer Klarheit und Abgrenzung.

Fotorecht: Voyage-Partage
Was in ihr gewachsen ist
Der Freiwilligeneinsatz veränderte Lubicas Blick auf Hilfe und Engagement. Sie erkannte, dass Wirksamkeit nicht aus Rollen entsteht, sondern aus Beziehung.
Zurück blieb kein Gefühl von Vollendung, sondern von Dankbarkeit – und ein vertieftes Vertrauen darin, dass echtes Dasein genügt.



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