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ALAN IN ECUADOR

Aktualisiert: 3. Feb.

Alan reiste mit einer klaren Vorstellung nach Ecuador: Fussball trainieren, Struktur geben, etwas bewirken. Sein Freiwilligeneinsatz mit Voyage-Partage führte ihn jedoch viel tiefer – zu Jugendlichen, deren Geschichten ihn herausforderten und ihn in seinem eigenen Berufungsweg bestärkten.


Fotorecht: Voyage-Partage


Ankommen mit Erwartungen

Alan kam nach Guayaquil, um in einem Projekt für Strassenkinder Fussballtrainings zu leiten. Sport war für ihn ein vertrautes Umfeld, eine klare Rolle, ein Werkzeug. Schnell merkte er jedoch, dass Fussball nur der Einstieg war – nicht der Kern des Projekts.


Die Jugendlichen, mit denen er arbeitete, hatten Gewalt, Vernachlässigung und Armut erlebt. Viele waren es gewohnt, dass Erwachsene wieder verschwinden. Vertrauen entstand langsam.


Mehr als Training

Der Alltag im Projekt war streng strukturiert: frühes Aufstehen, Schule, Hausaufgaben, Gemeinschaftsregeln. Alan begleitete die Jugendlichen durch ihren Tag, half beim Lernen, kochte, hörte zu.


Oft war er am Abend erschöpfter von Gesprächen als vom Training. Die Jugendlichen suchten keine perfekten Übungen, sondern jemanden, der sie ernst nahm. Alan lernte, dass Beziehung Zeit braucht – und dass Rückschritte dazugehören.


Lernen, loszulassen

Ein prägender Moment war für Alan die Erkenntnis, dass er nicht für die Entwicklung der Jugendlichen verantwortlich war. Er konnte begleiten, ermutigen, da sein – aber nicht entscheiden, wohin ihr Weg führt.


Dieses Loslassen fiel ihm schwer. Gleichzeitig erlebte er, wie befreiend es sein kann, Verantwortung zu teilen und Vertrauen zu schenken.


Was in ihm gewachsen ist

Der Freiwilligeneinsatz veränderte Alans Blick auf seine eigene Zukunft. Er erkannte, dass seine Berufung nicht primär im Sport liegt, sondern in der Arbeit mit jungen Menschen.


Er kehrte mit dem Wunsch zurück, sich weiter in diesem Bereich zu engagieren – mit mehr Geduld, mehr Demut und dem Wissen, dass echte Veränderung immer Beziehung voraussetzt.

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